Der Hamburger Bahnhof war einer der großen Berliner Kopfbahnhöfe des 19. Jahrhunderts – ein Ort des Ankommens, Aufbruchs und Übergangs. Bis heute prägt diese Geschichte das Museum für zeitgenössische Kunst im Zentrum Berlins. Der Hamburger Bahnhof ist wie Berlin voller Vielschichtigkeit, Brüche und hat Veränderung als stetige Konstante.
Next Door

Tacita Dean, Thomas Demand, Olafur Eliasson, Henrik Håkansson und Tomás Saraceno kehren zurück zum Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart: Die Rieckhallen waren einst Teil eines größeren Komplexes aus Industriehallen, der sich bis zur Invalidenstraße erstreckte. Zwischen 2002 und 2013 hatten die fünf Künstler*inen hier, direkt neben dem Hamburger Bahnhof, ihre Ateliers. Ideen, Experimente und Werke, die in diesen Ateliers entstanden, prägen ihr Schaffen bis heute. Mehr als zwanzig Jahre später und anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Museums bringt „Next Door“ ihre Arbeiten erneut zusammen.
Für die Gruppenausstellung „Next Door“ im Hamburger Bahnhof arbeiten Tacita Dean und Bruce Nauman an einem neuen Film, der sich auf Naumans ortspezifische Installation „Room with My Soul Left Out, Room That Does Not Care“ (1984/2010) am Ende der Rieckhallen bezieht. Thomas Demand lässt Pavillons mit großformatigen Fotografien durch den Raum schweben. Olafur Eliasson übersetzt Audiowellen in visuelle Phänomene, in denen überblendende Lichtkreise auf eine Klangkomposition reagieren. Henrik Håkanssons Videoinstallation untersucht ökologische Systeme anhand einer Choreographie des Flügelschlags eines Schmetterlings. Tomás Saraceno zeigt erstmals seit über 15 Jahren die Installation „14 Billions (Working Title)“ sowie eine fortlaufende Recherche zu Spinnennetzen und wie aus Spinnenangst (Arachnophobie) Spinnenliebe (Arachnophilie) wird.
Katalog zur Ausstellung
Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Ausgabe der Katalogreihe des Hamburger Bahnhofs, herausgegeben von Silvana Editoriale Milano.
Kuratorisches Team
Die Ausstellung wird kuratiert von Sam Bardaouil, Direktor Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart und Ulya Soley, Kuratorin am Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart.
Die Ausstellung ist Teil des Jubiläumsprogramms „30 Jahre Hamburger Bahnhof“. 2026 feiert der Hamburger Bahnhof sein 30-jähriges Bestehen mit einem Programm, das den Bogen von der Geschichte des Ortes bis in die Zukunft spannt: Acht Sonderausstellungen, eine neue Sammlungspräsentation sowie Performances und Konzerte tragen das Museum weit in den Stadtraum hinaus. Höhepunkt ist das Jubiläumswochenende vom 13. bis 15. November, an dem eine internationale Konferenz zur Zukunft zeitgenössischer Sammlungsmuseen stattfindet und das Haus für 30 Stunden durchgehend geöffnet ist.
Die Ausstellung wird unterstützt von den Hamburger Bahnhof International Companions e. V.
Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin